Labor & Prüftechnik

Reibwertprüfung, Brugger-Test und Ölanalyse.

Prüfen, vergleichen und Ergebnisse im jeweiligen Versuchsaufbau einordnen – nachvollziehbar statt pauschal.

Reibwertverhalten
Brugger-Test
Ölzustand & Partikel

Kompetenz

Eigene Prüferfahrung und externe Analytik sinnvoll verbinden.

Eigene Prüfstandserfahrung wird bei Bedarf durch externe Analysen ergänzt. Für jedes Projekt werden Produkt, Dosierung, Referenzmedium und Messverfahren vorab festgelegt.

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Reibwertprüfstand mit angeschlossenem Messrechner
01

Reibwertprüfung

Vergleich von Ausgangsmedium und additivierter Probe unter definierten Bedingungen.

  • Versuchsaufbau abstimmen
  • Referenz und Probe vergleichen
  • Messverlauf dokumentieren
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Brugger-Prüfmaschine nach DIN E 51347-1
02

Brugger-Test

Die Verschleißprüfung vergleicht Schmierstoffe unter festgelegten Prüfbedingungen nach DIN E 51347-1.

  • Ausgangsmedium und additivierte Probe prüfen
  • Verschleißflächen ausmessen
  • Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren
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Laborfachkraft untersucht eine dunkle Ölprobe mit einer Glaspipette
03

Ölanalyse

Laborwerte zeigen Ölzustand, Verunreinigungen und metallische Verschleißwerte; Folgemessungen machen Veränderungen im Betrieb sichtbar.

  • Probe korrekt entnehmen
  • Zustand des Aggregats einordnen
  • Trend und Maßnahmen besprechen
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Reibwertprüfstand · Messung unter Last und Geschwindigkeit

Reibungsverhalten technisch vermessen

Das anonymisierte Prüfbeispiel dokumentiert vier Messreihen: Ausgangsmedium, direkte Zugabe sowie das Verhalten nach 24 und 48 Stunden.

Referenzmedium
Motoröl 5W-30 LF
Dosierung
15 % ap60
Frequenzmatrix
8 Stufen · 60–270 Zyklen/min
Lastmatrix
5 Stufen · 2–10 N/mm²
Messfenster
Basis · direkt · 24 h · 48 h
Geschwindigkeitsbezogenes Reibwertverhalten Vier Messreihen vergleichen das Ausgangsmedium mit einer Zugabe von fünfzehn Prozent ap60 sowie den Messungen nach 24 und 48 Stunden. 1008060 402006090120150180210240270Oszillationsfrequenz (Zyklen/min) Drehmoment (Nm)
Messreihen-MittelwerteGeschwindigkeitsbezogenes Reibwertverhalten
Ausgang
40,46 Nm
+ 15 % ap60
24,02 Nm
nach 24 h
19,70 Nm
nach 48 h
11,07 Nm
Historisches, anonymisiertes Prüfbeispiel. Die Werte gelten ausschließlich für die dokumentierten Medien, 15 % Dosierung und den konkreten Prüfaufbau; eine pauschale Übertragung auf andere Anwendungen ist nicht möglich.

DIN E 51347-1 · Verschleißprüfung

Brugger-Verschleißprüfung nach DIN E 51347-1

Für Schmierstoffe im Mischreibungsbereich: Prüfkörper werden unter definierten Bedingungen belastet, Verschleißkalotten vermessen und die Belastbarkeit des Schmierfilms berechnet.

Anonymisiertes Einzelprotokoll

Prüfparameter, Verschleißkalotten und Belastbarkeit

Der Brugger-Test dokumentiert nicht nur einen Endwert: Die Verschleißflächen mehrerer Prüfläufe werden in zwei Achsen vermessen und zur Belastbarkeit des Schmierfilms verrechnet.

DIN E 51347-1
Vergleich
Grundmaterial / + 10 %
Einwirkungszeit
30 Sekunden
Belastungszeit
30 Sekunden
Prüfkörper
22 °C
Wiederholungen
3 + 3 Prüfläufe
Korrekturfaktor
1,15
01

Einzelmessungen

Sechs Prüfläufe im direkten Vergleich

MessgrößeG 1G 2G 3P 1P 2P 3
Kalotte a mm3,403,403,300,900,900,90
Kalotte b mm4,104,003,801,001,001,00
Belastbarkeit N/mm²42,0443,0946,73651,10651,10651,10
G 1–3: GrundmaterialP 1–3: additivierte Probe

Historisches Prüfbeispiel zu 6M Motorschutz, von Malcan Greentec zugeordnet. Firmen-, Kunden- und Datumsangaben sind anonymisiert. Die Werte gelten für die dokumentierte Probe mit 10 % Dosierung und den konkreten Prüfaufbau.

Laboranalyse · Zustandsbewertung

Ölanalyse für Fahrzeug und Maschine

Verschleißmetalle, Verunreinigungen, Viskosität, Alterungsprodukte und Additivpaket werden gemeinsam mit Aggregat- und Laufzeitdaten technisch eingeordnet.

Anonymisierter Laborbericht

Vom Probenwert zur technischen Zustandsbewertung

Das dokumentierte Langzeitbeispiel zeigt, welche Messgruppen eine Laboranalyse zusammenführt – und wie aus Einzelwerten ein belastbarer Verlauf entsteht.

3 Analysen · 104.378 km
Fahrzeug
Euro-6-Nutzfahrzeug
Aggregat
V6-Dieselmotor
Motoröl
10W-40
Systemmenge
41 Liter
01

Labor-Messprogramm

Vier Messgruppen statt eines Einzelwerts

8 + PQVerschleißFe, Cr, Sn, Al, Ni, Cu, Pb, Mn und PQ-Index
8VerunreinigungenSi, K, Na, Wasser, Glykol, Diesel, Biodiesel und Ruß
7ÖlzustandViskosität, VI, Oxidation, Nitration, Sulfation und Dispergiervermögen
8 + BNAdditivpaketCa, Mg, B, Zn, P, Ba, Mo, S und Basenzahl

Wir errechnen Ihnen anhand des Laborberichts den Verschleißkennwert (Fahrzeugzustand).

02

Trendkennwert

Drei Messzeitpunkte im Vergleich

Verlauf des dokumentierten Verschleißkennwerts Der Kennwert sinkt von 0,623 über 0,456 auf 0,418 Milligramm pro Kilogramm und eintausend Kilometer. 0,6230,4560,418 Ausgang+36.302 km+68.076 km
Verschleißkennwert in mg/kg pro 1.000 km; dokumentierter Einzelfall.
03

Auszug aus den Messreihen

Einzelwerte machen den Befund nachvollziehbar

MessgrößeAnalyse 1Analyse 2Analyse 3Einheit
Eisen (Fe)12317mg/kg
Kupfer (Cu)9210mg/kg
Dieselanteil3,032,123,77%
Viskosität bei 100 °C11,7611,9511,61mm²/s
Viskositätsindex159156150–
Basenzahl (BN)15,0615,9111,43mgKOH/g
04

Technische Einordnung

Messwert, Betriebsdaten und Verlauf gehören zusammen

Im dokumentierten Laborbefund wurden die Verschleißwerte als normal eingeordnet. Gleichzeitig waren Kraftstoffanteil sowie Viskosität und Schmierfähigkeit auffällig genug, um Ursachen und weiteren Verlauf gezielt zu beobachten.

  • Probenahme und Aggregatdaten prüfen
  • Einzelwerte gegen Grenz- und Vorwerte einordnen
  • Folgeanalyse und technische Maßnahmen ableiten

Historisches, anonymisiertes Flottenbeispiel. Reihenfolge der Werte: früheste bis jüngste Analyse. Die Ergebnisse gelten ausschließlich für das untersuchte Fahrzeug, das eingesetzte Öl und die dokumentierten Betriebsbedingungen.

Prüfstand im Video

Reibwertprüfung direkt am Versuchsaufbau.

Die Originalaufnahme von Malcan Greentec zeigt den Prüfstand, die Vorbereitung der Proben und den Vergleich im laufenden Versuch. Ergebnisse gelten immer für den gezeigten Aufbau und die dort eingesetzten Medien.

Schmierstoffprüfung von Malcan Greentec · Aufnahme vom 26. November 2019

Methoden sauber trennen

Eine Norm ist nur so aussagekräftig wie der dokumentierte Aufbau.

Je nach Fragestellung kommen unterschiedliche Prüfverfahren zum Einsatz. Ergebnisse werden deshalb immer zusammen mit Versuchsaufbau und Anwendungsgrenzen bewertet.

TÜV NORDPrüfbericht · DIN 51350

Vierkugelapparat

Prüfberichte des TÜV NORD für 6M und ap60 dokumentieren das Verschleißverhalten unter festgelegten Laborbedingungen.

DIN E 51347-1

Brugger-Prüfung

Ältere Versuche bewerten Schmierstoffe in einem anderen Prüfprinzip. Ergebnisse sind nicht direkt mit dem Vierkugeltest gleichzusetzen.

Prüfnachweise

Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren.

Prüfberichte, Ölanalysen und Vergleichsmessungen werden zusammen mit Verfahren, Prüfbedingungen und fachlicher Einordnung betrachtet.

Prüfberichte des TÜV NORD

Vierkugelprüfungen für 6M und ap60 aus dem Jahr 2020.

Vierkugelprüfung nach DIN 51350

Ölanalyse im Flotteneinsatz

Laborberichte mit längerem Beobachtungszeitraum für die technische Zustandsbewertung.

Laborbericht & Trendbetrachtung

Emissionsmessungen

Messwerte aus Prüfungen von TÜV / DEKRA werden im jeweiligen Versuchsaufbau fachlich eingeordnet.

Prüfberichte von TÜV / DEKRA

Ölanalyse für Gewerbe

Zustand erkennen, bevor eine Demontage nötig wird.

Eine fachgerecht entnommene Ölprobe kann Hinweise auf Verschleißpartikel, Ölzustand und Veränderungen im Betrieb liefern. Besonders aussagekräftig wird sie als wiederholte Trendanalyse.

  1. 1

    Anwendung, Aggregat und Fragestellung erfassen

  2. 2

    Probe nach abgestimmter Anleitung entnehmen

  3. 3

    Laborbericht und Betriebsdaten gemeinsam einordnen

  4. 4

    Bei Bedarf Folgemessung als Trendvergleich planen

Konkrete Prüffrage?

Beschreiben Sie Medium, Anwendung und Vergleichsziel.

Wir prüfen, welches Verfahren und welche Unterlagen sinnvoll sind.

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